SC Fürstenfeldbruck von 1919 e.V.

Mit der U-11 beim Jubiläumsturnier 60 Jahre TSV 1958 Dasing

Markus Steinl, 12.05.2018

Mit der U-11 beim Jubiläumsturnier 60 Jahre TSV 1958 Dasing

Wie schon im Vorjahr war unsere U-11 auch dieses Jahr wieder eingeladen zu einem schönen Turniere in der näheren Umgebung.
Zu den Topmannschaften gehörten zweifelsfrei der FC Augsburg und der TSV 1882 Landsberg am Lech, die am Ende auch das Finale unter sich austrugen.
Mit uns in Gruppe A standen die Mannschaften des TSV Friedberg, TSV Aindling, TSV Pöttmes und TSV Pfersee. In Gruppe B trafen der FCA, TSV 1882 Landsberg, TSV Gersthofen, TSV Merching, FC Affing und unsere Nachbarn vom TSV 1865 Dachau aufeinander.
Bei überraschend schönem Vatertags-Fußballwetter ging es im 1. Spiel gegen die Mannschaft von Pfersee.
Offensichtlich geblendet von so viel Leuchtkraft gurkten wir uns mehr schlecht als recht durch’s erste Spiel. Die erste Aktion auf’s gegnerische Tor gehörte zwar uns, aber Sebek verfehlte den linken Pfosten um gut zwei Meter. Dann schenkte unsere dribbelfreudige Abwehr dem Gegner 2 herzinfarktgefährdende Torchancen, die glücklicherweise beide weit über das Tor gehämmert wurden.
Im Verlauf des Spiels gewannen wir zwar mehr und mehr die Kontrolle, aber außer Mittelfeldgestocher war nicht viel zu sehen. Nils konnte in der einzig nennenswerten, herausgespielten Aktion den Ball nur an die Latte setzen.
0:0 nach 10 Minuten, aus und vorbei, schwache Leistung. Das gegen diesen Gegner mehr drin ist, hat man später im Halbfinale ja dann noch gesehen.
Im 2. Spiel trafen wir auf den TSV Friedberg, der sein 1. Spiel spielerisch verdient und risikolos mit 1:0 gewonnen hatte. Wir hätten gewarnt sein sollen….
In der 2. Minute hatten wir mal wieder großes Glück, als der Gegner rechts neben dem 11-Meter-Punkt völlig frei zum Schuss kam und den Ball Gott sei Dank aus nächster Nähe weit über das Tor ballerte. Die berühmte Rückenlage – des einen Freud‘, des anderen Leid!
Korbi hat uns mit einigen tollen Paraden erstmal den Allerwertesten gerettet, aber völlig unnötige und nicht begreifbare Aktionen zwischen Abwehr und Mittelfeld, die so sicherlich auch nicht trainiert werden, haben dann leider doch noch zum Geschenk geführt und das Spiel ging 0:1 gegen uns aus.
Dass die Jungs es können, wissen wir. Warum sie’s im Spiel erstaunlicherweise „anders“ machen, ist wohl ein Fall für den Therapeuten…für den ein oder anderen fußball-affinen Vater an der Seitenlinie.
Sei’s drum, 3. Spiel, neues Glück. Der TSV Aindling sollte dann „gefühlt“ büßen für das sehr langsame „Aufwachen“ unserer kleinen Helden. Wir waren von Anfang an die spielbestimmende Mannschaft und ließen nichts anbrennen. Endlich lief der Ball über kurze Stationen und öffnende Pässe auf die Flügel und es entwickelte sich die ein oder andere Schussgelegenheit auf das gegnerische Tor.
In der 7. Minute erkämpfte sich der unermüdliche Samu den Ball an der Strafraumgrenze, dribbelte noch ein paar Schritte in den Strafraum und hämmerte das Leder halbhoch in’s Netz. Luka setzte gleich danach einen gefühlvollen Schlenzer knapp über das linke Kreuzeck. Wir drückten in den letzten Minuten nochmal richtig drauf und die Jungs wollten unbedingt noch ein Tor machen. Flo versuchte es mit einem festen, flachen Schuss in die linke Ecke, aber der Torwart stand zu gut und kam noch mit den Fingern hin. Von rechts versuchten es mal Bleon und Linor, von links mal Benny und Ferdi, aber die Flanken waren zu ungenau oder der Gegner bekam noch irgendwie Kopf oder Bein dazwischen. Die letzte Chance hatte Rijon mit einem flachen Gewaltschuss, der knapp rechts am Tor vorbei ging. 4:0 wäre fair und gerecht gewesen…aus unserer Sicht. Immerhin haben die Jungs zum ersten Mal im Turnierverlauf gezeigt, dass sie druckvoll spielen und den Gegner überlaufen können.
Das 4. und letzte Gruppenspiel war aus Platzierungssicht das Entscheidende, aber auch gegen den bis dahin souverän und schnell spielenden TSV Pöttmes eine wahrlich schwere Nuss!
Von beiden Seiten, wie man so schön sagt „mit offenem Visier geführt“: schnell, kampfbetont aber äußerst fair, mit Chancen auf beiden Seiten.
Nils bekommt im zentralen Mittelfeld den Ball, schickt Sebek mit einem gefühlvollen Pass in der Mitte steil auf die Reise, und….der hat wohl auch zu viel Rückenlage.
Rijon bekommt seine Chance und hämmert einen Freistoss sehr knapp über’s Tor.
Und dann kommt die Schlüsselszene: als hätte Coach Steinl eine Eingebung….Ferdi, Linor und Benny kommen rein und drehen das Spiel mit einer Szene. Linor zeigt, dass man Einwürfe auch richtig machen kann, wirft den Ball in hohem Bogen zu Ferdi, der stoppt ihn mit der Brust, lässt ihn ein Mal aufkommen und hebt ihn mit dem Spann gefühlvoll über die Abwehr von Pöttmes in den Lauf von Benny, der die Kugel am 11-Meter-Punkt perfekt erwischt und zum Jubel aller mitgereisten Fans wuchtig einnetzt.
Dann scheitert leider Bleon nochmal am gut stehenden Torhüter des Gegners, insgesamt eine solide Leistung, viel gerackert, aber diesmal leider ohne Torerfolg.
Gerne laden wir dann aber den Gegner nochmal dazu ein, es spannend zu machen und kassieren fast noch mit dem Schlusspfiff den Ausgleichstreffer, oder zwei…wenn Korbi im Tor nicht 2 tolle Paraden hinlegt. Danke Korbi!
Und jetzt beginnt der Rechenwahnsinn: 2 Spiele gewonnen, ein Spiel unentschieden, eines verloren, mit 7 Punkten und nur 2 geschossenen Toren punktgleich mit Pöttmes, aber aufgrund des direkten Vergleichs am Ende 2. in Gruppe A hinter den TSV Pfersee.
Und so stehen wir im Halbfinale gegen den FC Augsburg. Mit den besser werdenden spielerischen Fähigkeiten während des Turnierverlaufs hebt sich auch die Stimmung der Eltern merklich und in den Köpfen kursieren diverse Variationen von „Mauern, Kämpfen, Halten, Durchbeissen“ bis „Im 11-Meter-Schießen ist alles möglich“.
Nun, lange rede kurzer Sinn: wenn man in der Abwehr gegen Augsburg glaubt, das „Eins-gegen-Eins“ Spiel üben zu können und mutig im eigenen Strafraum dribbelt, verliert man schon mal – um genau zu sein drei Mal - den Ball und das Spiel dann 3:0. Ansonsten haben wir tatsächlich gut mitgespielt, keine zwingenden Torchancen zugelassen und Flo hätte nach schönem Pass von Samu mit dem Schlusspfiff zumindest kosmetisch auf 1:3 verkürzen können. Leider stand der rechte Pfosten im Weg.
Ihr habt gekämpft und eine ganz passable Leistung abgeliefert, aber das Dribbeln im Strafraum gegen so einen Gegner ist schon ziemlich verwegen. Das solltet Ihr nochmal überdenken…bitte!
So, nun ist es soweit, kleines Finale um den 3. Platz, nochmal gegen den TSV Pfersee mit den leuchtend-orangen Trikots aus dem allerersten Spiel und den Erstplatzierten aus unserer Gruppe: und was wir da zu sehen bekamen, war eine Erleuchtung, oder soll man besser sagen Erlösung?!?
Von Anfang an Druck, spielerische Überlegenheit, und schneller Fußball. Luka, Nils, Benny, Tor zum 1:0 in der 2. Minute. Sebek fasst sich ein Herz, geht rechts durch in den Strafraum und schiesst, den Abpraller verwandelt Nils zum 2:0 in der 3. Minute. Benny auf Nils, 3:0 in der 5. Minute. Benny auf Sebek, Tor zum 4:0 in der 7. Minute. Ferdi’s Flanke von links findet den Kopf von Linor, aber der verzieht knapp rechts neben das Tor. Könnte am Haargel gelegen haben. Den Schlusspunkt setzt wiederum Linor, der sich rechts durchdribbelt, aber uneigennützig zu Flo rüberschiebt, damit der den Fuß zum 5:0 hinhalten kann.
Sauber gemacht, so hätten wir’s künftig gerne schon vom ersten Spiel an, auch wenn nicht Vatertag ist!
Fazit: Gratulation zum glücklichen 2. Platz in der Vorrunde und dem verdienten 3. Platz im kleinen Finale.
Was schwach begann, wurde im Turnierverlauf doch noch besser bis hin zum souveränen 5:0 im Spiel um den 3. Platz. Da wurde zur Freude aller der Vatertag doch noch zu einem kleinen Fest.
Dank an den Turnierveranstalter vom TSV 1958 Dasing für das tolle Turnier, zu dem wir alle Jahre wieder sehr gerne anreisen.
Der SC Fürstenfeldbruck gratuliert dem verdienten Turniersieger TSV 1882 Landsberg am Lech, der dem Titelverteidiger FC Augsburg in einem spannenden Spiel auf Augenhöhe Paroli bieten konnte und nach dem anschließenden Elfmeterschießen als jubelnder Sieger vom Platz gehen durfte.


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