SC Fürstenfeldbruck von 1919 e.V.

2011, der SC FFB ist Meister der Landesliga Süd

Helmut Schmeiser, 22.05.2011

2011, der SC FFB ist Meister der Landesliga Süd

Die Brucker A-Junioren kann nach dem 19. Spieltag in der Landesliga Süd niemand mehr von der Tabellenspitze verdrängen. Der Mannschaft ist die Meisterschaft und der Aufstieg in die Bayernliga nicht mehr zu nehmen.

Dabei war der Auftritt der Brucker im Spiel gegen den TSV Waldkirchen nicht unbedingt spielerisch meisterlich. Meisterlich war allenfalls die Effizienz, da auch eine Heimniederlage zur Meisterschaft ausreichte.

Die Mannschaft wollte unbedingt die Meisterschaft vorzeitig sichern und war von einem Erfolg gegen die Gäste aus Waldkirchen überzeugt. Entsprechend offensiv begann sie das Spiel. Bereits in der ersten Minute zeigten die Gäste, dass sie das Spiel nicht kampflos verloren geben würden. Cerruti Nsuka musste bei einem Konter sein Können aufbieten, um einen Rückstand zu vermeiden. Danach bekamen die Brucker das Spiel in die Hand und erspielten sich mit teilweise sehr schönen Spielzügen die gesamte erste Hälfte über immer wieder aussichtsreiche Torchancen. Zu bemängeln war allenfalls eine immer wieder auftretende Unkonzentriertheit im Spielaufbau. Die Gäste blieben allein durch ihre Konter immer gefährlich.

Bis zur Führung musste 23 Minuten gewartete werden. Dann setze Tobi Heinzinger einem bereits abgewehrten Ball nach und bediente mustergültig Alex Hollering, der kaum noch Mühe hatte, den Ball zur Führung ins Tor zu bringen. Kurz danach bot sich bereits durch einen Handelfmeter die Chance, die Führung auszubauen. Der Schütze blieb jedoch glücklos und scheiterte auch im Nachschuss. Besser machten es die Gäste in der 32. Minute und erzielten den Ausgleich. Den steckten die Brucker ungerührt weg. Nur zwei Minuten später brachte erneut Alex Hollering die Brucker in Führung. Das Zuspiel kam diesmal von Armin Lange. Trotz weiterer Möglichkeiten blieb es bis zur Pause bei der knappen Führung.

Die zweite Halbzeit begann wie die erste mit einem Konter der Gäste. Cerruti Nsuka konnte aber außerhalb des Strafraums klären. In der 51. Minute kamen die Gäste dann durch einen Weitschuss überraschend zum Ausgleich. Der passte den Bruckern nicht ins Konzept mit erhoffter Aufstiegsfeier, sie antworteten sofort mit weiteren eigenen Angriffen. Zu bemängeln war aber, dass vom Spielfluss, der die Mannschaft sonst auszeichnet, nichts zu sehen war. So kam es, wie es im Fußball üblich ist, wer seine eigenen Chancen nicht nutzt, kassiert ein Gegentor. Dies geschah in der 68. Minute. Diesmal konnten sich die Gäste vier Minuten über den Treffer freuen, dann glich Andreas Beinhofer nach einem von Manuel Stangl getretenen Freistoß wieder aus. Zu einem weiteren Brucker Torerfolg reichte es jedoch nicht mehr, die größte Chance erarbeitete sich noch Tobi Heinzinger, dessen Schuss nur an die Querlatte ging. Glück hatten dafür die Gäste, denen bei einem weiteren Konter in der 84. Minute der Siegtreffer zum 3:4 gelang.

Die Brucker haderten danach mit dem Spielverlauf, hatten sie doch vermeintlich die erste Chance vertan, um die Meisterschaft perfekt zu machen. Die Mannschaft musste dann aber doch nicht bis zum nächsten Spieltag warten. Die anvisierte Meisterfeier konnte gleich nach dem Bekanntwerden des Ergebnisses aus Forstenried (2:0 gegen die SpVgg Unterhaching) beginnen.

Glückwunsch! Der direkte Aufstieg in die Bayernliga, nach nur einem Jahr in der Landesliga, ist verdient und nicht glücklich durch die zeitgleiche Niederlage der Hachinger zustande gekommen.


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